Anwendungen aus der Praxis

Polizei Kirkel

Problemstellung

Ein innenliegendes Regenfallrohr mit Rückstau bis auf das Flachdach – und der einzige Zugang führt mitten durch ein laufendes Großraumbüro. Eine klassische Situation, in der jede herkömmliche Lösung eines bedeutet: Risiko. Denn wer hier eine Revisionsöffnung unkontrolliert öffnet, riskiert Wassereintritt in sensible Räumlichkeiten. Der Fachmann weiß: Wasserschäden dieser Art können existenzbedrohend sein – für Gebäude, Einrichtung und Betrieb gleichermaßen.

Hinzu kommt ein oft unterschätzter Faktor: Für den Monteur ist das Arbeiten in trockenen, keimfreien Räumen nicht nur angenehmer – es ist schlicht sicherer und hygienischer.

Mit dem Kanal-Katheter wurde die gesamte Maßnahme – von der Montage bis zum schadlosen Abführen des aufgestauten Wassers – in rund 25 Minuten abgeschlossen. Trocken. Sauber. Ohne Betriebsunterbrechung.

Schritt 1 – Bohren

Die unter Druck stehende SML-Leitung wird kontrolliert angebohrt. Kein Regenwasser tritt ins Großraumbüro aus. Der Eingriff bleibt auf den Rohrstrang beschränkt.

Schritt 2 – Abführen

Nach der Anbohrung des gefüllten Fallstrangs wird das Wasser durch den Katheter in einen C-Schlauch geleitet. Dieser wird bis in den Außenbereich gelegt – das Wasser fließt kontrolliert ab.

Schritt 3 – Resümé

Der Katheter ist vollständig auf der Anbohrvorrichtung (Anschlussprofil) montiert, der Entwässerungsschlauch verlegt. Das System arbeitet stabil und dicht.

Schritt 4 – Spülen

Durch den montierten Katheter kann der Leitungsabschnitt gespült und gefräst werden. Anschließend wird der Katheter zurückgebaut – die Kanalverfilmung erfolgt über das verbleibende Anschlussprofil.

Schritt 5 – Verschließen

Das Anschlussprofil wird mit Madenschraube und Schutzdeckel verschlossen. Es verbleibt am Rohr und dient als permanenter Anschlusspunkt – der Katheter kann jederzeit wieder angeschlossen werden.

Fazit

Was ohne den Kanal-Katheter einen erheblichen Schaden hätte verursachen können, wurde hier in weniger als einer halben Stunde fachgerecht gelöst – im laufenden Betrieb, ohne Wassereintritt, ohne Folgeschäden. Für den Monteur bedeutete das: trockene, keimfreie Arbeitsbedingungen statt Risikoeinsatz. Für den Betreiber: kein Unterbruch, keine Folgekosten, kein Stress.